Sith-Kodex

Die DarkSideCon 2005 in Witten

Dark Side Con 2005 – Kapitel „Eins… zuviel!”

Ja, diese kleinere Con mit Independent-Flair hatte einmal echt was… ja, leider muss es so gesagt werden: „hatte einmal”… Nein, wir wollen hier nicht nachträglich mit Dreck schmeißen oder als oberschlaue Besserwisser auftreten. Darum eines vorweg: wir hatten echt unseren Spaß! Doch die Con selbst hatte daran nur unbeabsichtigt ihren Anteil. Und wenn es unsere erste DSC gewesen wäre, wäre es auch die letzte geblieben…

Anreise:

It’s Convention-Time: Der Sith-Kodex war aus allen Himmelsrichtungen in Bestbesetzung angereist – und das per Auto, der „zuverlässigen” Deutschen Bahn und mit einer Taxifahrt zum Klo (= Insider *g*). Die innere Uhr (oder vielleicht die Dunkle Seite der Macht?) ließ uns jedenfalls alle gleichzeitig in unserem netten, kleinen Hotel in Witten (südlich zwischen Dortmund und Bochum) ankommen. Fix frisch gemacht, umgezogen und mit Farbe im Gesicht oder selbiges gleich ganz verhüllt, machten wir uns, dank modernem Navigationssystem an Bord, zielsicher auf den Weg durch das Einbahnstraßen-Labyrinth der Wittener Innenstadt zur Con-Location: der „Werk°stadt”. Na, und die entpuppte sich auch als durchaus con-tauglich… konnte es halt nur nie wirklich unter Beweis stellen. Denn leider blieb es an dem gesamten Wochenende bei dem Versuch, eine Con zu werden.

Auf der Con:

In aller Ruhe verschafften wir uns einen ersten Überblick über die Örtlichkeit, begrüßten erfreut bekannte Gesichter und registrierten schon bald die auffällig große Ansammlung von Jedis – in unbestritten schönen Kostümen. Kein Zweifel: die ”Order of the Force” gab sich ihr Stelldichein. Der Platz in der Nähe der Bar wurde schnell zu unserem Con-Mittelpunkt, denn neben dem Schweiß flossen die Getränke schon früh durch unsere ausgetrockneten Kehlen (Anmerkung des Verfassers: die für einen Juli unvorhersehbaren Temperaturen waren auch angeblich der Grund für den Ausfall der Klimaanlage und anderer Technik – logisch, oder?). Und so glitt der Nachmittag in den Abend: die Gaststars luden zu ersten Panelrunden ein, die „Kinder der Nacht” ließen es wirklich DARK werden und so manch skurrile Gestalt kreuzte unseren Weg. Doch das richtige Con-Feeling wollte – wie am gesamten Wochenende – nicht aufkommen. Denn kaum war das offizielle Programm beendet, zerstreute sich die überschaubare Besuchergruppe in alle Winde, denn…

Hotel:

Hotels oder andere Übernachtungsmöglichkeiten durften sich die Con-Besucher im Vorfeld selber suchen. Natürlich sind wir alle schon groß und durchaus dazu in der Lage, doch das Ergebnis war, dass alle weit verstreut wohnten. So konnte es das inoffizielle Programm nach dem Offiziellen nicht in der gewohnten Form geben: die geselligen Quatschrunden und die gemeinsamen (Zimmer-) Partys im Con-Hotel. Und genau dieser Teil (das ganze Drumherum) gehört zu einer guten Con mindestens ebenso dazu. Immerhin hatten wir ein paar – wie immer gesellige – Mitglieder der German Garrison in unserem Hotel, so dass es noch ein richtig gemütlicher Abend beim „sit-out” auf dem Bürgersteig vor dem Hotel wurde.

Con-Programm:

Auf dem Papier vorhanden und durchaus ansprechend klingend, doch bei der Umsetzung fehlte es an Organisation (Programmpunkte wurden wild durcheinander geworfen und fielen teilweise letztlich ganz weg) – inkl. funktionierender Technik –, interessantem Inhalt, interessierten Besuchern oder allem zusammen. Beispiele gefällig?:

Gaststars:

Manchmal müsste man Gedanken lesen können… denn was Tim Rose und den anderen „Gaststars” (ja, neben dem Stand-In von Hayden Christensen konnte selbst die linke Hand von Max Rebo als Gast für die Con gewonnen werden) an dem Wochenende so alles durch die Köpfe gegangen sein muss, hätte als Gedankenblasen jeden Comic zum Kultstatus erhoben. Die Gaststars haben sich an den drei Tagen zu Tode gelangweilt. Sie waren daher für jede (ernste und interessierte) Unterhaltung zu haben (und dankbar), übten sich mit Eifer im (Licht-) Schwertkampf oder nahmen sogar an der ehrfurchterbietenden Ritterschlags-Zeremonie der Order of the Force teil.

Sith-Kodex-Fazit:

Was war da aus der DSC geworden? Sie war durchzogen mit „Kinderkrankheiten”. Okay, wenn es für die Verantwortlichen das erste Mal gewesen wäre, hätte man über einiges hinwegsehen können, aber so war die Con als solche eine echte Enttäuschung. Da hatten die personellen Wechsel im Orga-Team der letzten Jahre doch ihre Spuren hinterlassen. Doch wie gesagt: wir hatten echt unseren Spaß! Das lag aber schlicht und einfach daran, das wir auch ohne Convention zusammen Spaß haben können und dazu nicht unbedingt Kostüme und ein Showprogramm brauchen. Doch das Beste zum Schluss: nach dieser „neue-Maßstäbe-setzenden” DSC 2005 hatte es die Organisatoren nun völlig gepackt: es folgten in 2006 gleich drei (!!!) solcher Veranstaltungen:

  1. eine Michael Sheard Gedächtnis Convention,
  2. in Kooperation mit (oder besser als Anhängsel) der Feencon und
  3. als Höhepunkt einer Schul-Projektwoche der Hauptschule Bottrop

Der Verfasser verweist an dieser Stelle ohne weitere Kommentierung auf die entsprechende Homepage der Veranstalter. Möge sich der interessierte Leser selbst ein Bild machen. Einen Bericht über eine zukünftige DarkSideConvention wird es seitens des Sith-Kodex wohl nicht mehr geben. Es war aus unserer Sicht schlicht und einfach: „Ein Kapitel zuviel”…

– Darth Morpheus

Einige Bilder der DSC 2005

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