Sith-Kodex

Die 15. Fed-Con 2006 in Fulda

Fedcon XV - Der Erste Kontakt

Vom 19.05.-21.05.2006 war es soweit: 4 Mitglieder des Sith-Kodex reisten aus allen vier Himmelsrichtungen an, um (Achtung Trekkies: Insider!) „das unentdeckte Land” „am Rande des Universums” zu erforschen. Denn obwohl die Vier auf zusammen über 20 Con-Erfahrungen zurückblicken konnten, war die Fedcon doch für alle noch richtiges Neuland. Doch einen wahren Sith schreckt der Gedanke an zeitlos-schöne Uniformen und vulkanische Logikvorträge natürlich nicht ab und eine der größten und bekanntesten Conventions Europas gehört ja eigentlich auch zum Pflichtprogramm – für jeden SciFi-Fan.

Das wir dabei im Esperanto-Hotel in Fulda – geographisch betrachtet – anstatt am oben erwähnten Rande der Zivilisation so ziemlich genau in der Mitte Deutschlands zusammen kamen, spielte für die folgenden Ereignisse eine eher untergeordnete Rolle (sprich: hat niemanden wirklich interessiert). Gespannt waren wir dagegen viel mehr auf die Begegnungen mit den vielen neuen (und einigen bekannten) Gesichtern…

Entsprechend waren wir vorbereitet: teilweise mit neuen Kostümen oder Kostümbestandteilen ausgestattet, die Farbe professionell im Gesicht und in den Haaren verteilt, die "krassen" Kontaktlinsen eingesetzt, das eigene Sith-Bier am Start und die eigenen HP seit ein paar Stunden online - kein Zweifel: es war „Convention-Time”!

Und nach zweieinhalb Tagen können wir einstimmig sagen: es war eine sehr gute Con!
Warum? Nun, erstmal wegen einer recht emotionslosen Tatsache (die, wenn sie dagegen schlecht läuft, ein echtes Ärgernis sein kann): der guten und reibungslosen Organisation. Man hat kaum hektisch herumlaufende Con-Helfer gesehen, das Programm wurde nicht wild durcheinander geschmissen und es gab auch keine großen technischen Schwierigkeiten bei Panels oder Programmpunkten (und ein bisschen „menscheln” muß es ja in unseren Augen schon - sonst wären wir doch alle nur noch 3-PO'sÖ äh, Datas wollte ich sagen). Na gut, die Vorliebe von ausgefeilten Powerpointpräsentationen war nicht zu übersehen und der Stimmungskiller mitten im Opening, in Form einer „Was-ich-alles-nicht-darf”-Slideshow, musste vielleicht auch nicht sein.

Doch was uns dann die Gaststars (besonders Claudia Christian und Dean Haglund) in ihren Show-Acts zeigten, war wirklich der Oberhammer. (an dieser Stelle gilt leider das Motto: „Those who know canít explain, those who donít canít understand.” Soll heißen: noch so viele Worte könnten doch nichts vermitteln.)
Überhaupt waren die Gaststars überwiegend sehr gut drauf. So konnte ich am späten Samstagabend (eigentlich war es der frühe Sonntagmorgen) ein lockeres Gespräch mit Steve Carlson führen, der für Garth Brooks (amerikanischer Country-Star) bereits zwei Nummer 1 Hits geschrieben hat.

Auch das Konzert am Freitagabend oder das tolle Musikvideo (Klingonen meet Manowar) haben echt gerockt! Und natürlich: der Solo-Auftritt unseres Verlierers der Saalwette war der nackte Wahnsinn (im wahrsten Sinne des Wortes - oh man: Jan, mach mir den Bud!)
Was aber für mich (und ich glaube, ich spreche für den ganzen anwesenden Sith-Kodex) das absolute Highlight gewesen ist: die Stunt-Show am Samstagabend. So eine geniale Live-Performance hatten wir noch nicht gesehen! Und das Beste: es war eine StarWars-Handlung – Jedi vs. Sith! Da waren die tollen Kostüme der Akteure echt „nur” das I-Tüpfelchen.

Überhaupt mussten wir feststellen: die nicht-StarTrek-Kostüme haben der Con ihren optischen Reiz gegeben. Leider bewahrheitete sich unsere Vermutung aus dem Vorfeld: von 10 StarTrek-Kostümen konnte man 7 echt vergessen. Ich hatte noch vermutet, dass auf der Con komplette Brückenbesatzungen auflaufen (aus allen StarTrek-Reihen), aber es waren dann doch leider immer wieder nur Besucher mit der Kombination: Oberteil der Uniformen (und alles natürlich nur hochrangige Offiziere), ausgewaschene schwarze Jeans und ausgelatschte Turnschuhe. Eigentlich schade…

Dagegen waren die Klingonen ein echter Hingucker. Rau, wild und kriegerisch? Klar – Klingonen halt. Aber echte tolle Fans, mit denen man locker ins Gespräch kommt und gleich auf einen Becher Blutwein eingeladen wird (oh man - harter Stoff!).
Der Klingolaus freilich ist ein Klingone …äh… ganz anderer ArtÖ und seine Hit-Lieder sind doch eher ein Kulturschock. Zum Schluss noch eine von den vielen kleinen Geschichten am Rande, die allerdings das Zeug zum Kultspruch bei uns hat: der fliegende Holländer. Wenn ihr mal auf einen kleinen Holländer trefft, der zwei Kontaktstifte an seinem Kopf trägt und ihr euch fragt, wie er sie denn da wohl befestigt hat, dann klopft ihm einfach mal auf den Schädel… Ja, es IST eine Metallplatte. Echt total crazy der Typ.

In diesem Sinne: Live long and prosper!

– Darth Morpheus

Einige Conbilder

Unser Fed-Con Video folgt noch, aber schaut euch doch schon mal den Trailer an.

© 2010 Sith-KodexImpressum