Sith-Kodex

Die Geschichte der Sith

Prolog: Die Gründung der Galaktischen Republik und die Geburt der Sith
(25.000 Jahre v.SY.)

Obwohl die meisten Einzelheiten im Strudel der Zeit verloren gegangen sind, hat sich unter den galaktischen Historiker und Forschern die Theorie gefestigt, dass die Geschichte der Sith letztlich mit der Gründung des Jedi-Ordens beginnt - ca. 25.000 Jahre vor der Schlacht von Yavin…

Mit der Entwicklung von Überlichtgeschwindigkeitsantrieben und anderer Raumfahrttechnik, schlossen sich tausende Sternsysteme zu einer demokratischen Union zusammen, der GALAKTISCHEN REPUBLIK.

Etwa zur selben Zeit kamen Abkömmlinge vieler Rassen von zahlreichen Welten zusammen, um eine gemeinsame Begabung zu studieren: die Fähigkeit, ein gewaltiges Energiefeld, das alles Sein in der Galaxis verbindet, wahrzunehmen und zu nutzen: die MACHT.

Diese Studenten der Macht erkannten schnell die nahezu unbeschränkten Möglichkeiten ihrer Fähigkeiten und begannen mit der Entwicklung ihrer Künste: sie tauchten in die Macht ein, um ferne Orte zu sehen, Zukunftsvisionen erkennen zu können, Gegenstände alleine durch die Kraft ihres Geistes zu bewegen, die Gedanken anderer Lebewesen zu beeinflussen und mit übermenschlicher Schnelligkeit und Stärke zu kämpfen.

In Kürze entstand aus der lockeren Studentenschaft ein Orden mit festen Strukturen und Hierarchien: der Jedi-Orden. Die Jedi folgten dem Ehrenkodex, ihre angeborenen und ausgebildeten Fähigkeiten in der Macht niemals zur Erlangung persönlicher Ziele und Macht oder zur Aneignung von Reichtum einzusetzen, sondern für den Erwerb von Wissen und Erleuchtung. Gleichzeitig übernahmen die Jedi-Ritter die Aufgabe, der Republik zu dienen und wurden ihre Hüter von Frieden und Freiheit. Sie verschrieben ihr Leben dem Schutz der Schwachen und Hilfsbedürftigen. Ihre Weisheit, das Verhandlungsgeschick, die selbstlosen Taten und auch ihre - bei allen Feinden der Republik gefürchteten - Fähigkeiten mit dem Lichtschwert halfen, die Ordnung und Stabilität der Republik zu verteidigen und zu bewahren.

Doch im Laufe der Jahrtausende begannen einige Jedi immer wieder, die Macht zu ihrem persönlichen Nutzen zu beeinflussen. So wurde der „Geist der Sith” geboren. Und so war es wohl letztlich einer dieser abtrünnigen Jedi-Ritter, der als erster die Dunkle Seite der Macht erkannte… und sich ihr öffnete. Mit dem neuen Wissen um die „andere Seite der Macht” und Dank einer gewissen Unzufriedenheit im Jedi-Orden schloss sich ihm letztlich eine ganze Armee von Jedi-Rittern an. Das Heer der Dunklen Jedi baute in seiner Abgeschiedenheit eine eigene Raumflotte und erklärte dem Jedi-Orden schließlich den Krieg. Einhundert Jahre lang beherrschten Gewalt und Leid die Galaktische Republik - ganze Welten wurden vernichtet, unzählige Leben ausgelöscht. Doch am Ende zerschlug die Kriegsflotte der Jedi in einer gewaltigen Schlacht die Armee ihrer abtrünnigen Brüder & Schwestern und vernichtete diese fast vollständig. Einigen wenigen Dunklen Jedi gelang jedoch in dem Schlachtgetümmel die Flucht und sie verschwanden in den Weiten des unerforschten Raums.

Nach dem großen Sieg verfielen die Republik und auch der Jedi-Orden bald in Selbstgefälligkeit und sie glaubten, daß die gefallenen Jedi für alle Zeit vernichtet seien…

Doch die geschlagenen Diener der Dunklen Seite der Macht hatten überlebt und waren auf ihrer Flucht auf eine primitive Zivilisation gestoßen, die sie mit ihrer Macht beherrschen konnten - die Sith. Die Dunklen Jedi wurden von ihren neuen Untertanen als Götter verehrt und sie gaben sich fortan die Titel Dark Lords und Ladies der Sith. Unbegrenzter Reichtum und willige Sklaven gestatteten es ihnen, im Verborgenen die Sith-Zivilisation zu ungeahnter Größe zu führen. Sie schufen in den folgenden Jahrhunderten ein neues Reich und leiteten eine neue Ära ein, ein Goldenes Zeitalter … der Sith!

Das Goldene Zeitalter der Sith – der Große Hyperraumkrieg
(5.000 Jahre v.SY)

5.000 Jahre vor der Schlacht von Yavin erlebte die Alte Republik, Nachfolgerin der Galaktischen Republik, eine Zeit großer Gebietserweiterungen. Als Licht der Hoffnung leuchten die Jedi-Ritter in die dunklen, unerforschten Gebiete der Galaxis. Die Vermessung und Kartographierung des Hyperraums wurde gefördert und neue Handelsrouten entdeckt und erschlossen. Inzwischen war das, bislang noch unentdeckt gebliebene, Reich der Sith durch den jahrhundertelangen Einsatz dunkler Magie zu einem mächtigen Imperium herangewachsen. Als die hundertjährige Herrschaft des bis dahin größten Dunklen Lords der Sith, MARKA RAGNOS, mit dessen Tod endet, bildet sich ein Machtvakuum. In Folge dessen erhoben am Grab Ragnos, auf der Totenwelt Korriban, zwei Sith-Lords ihren Anspruch auf den Thron - NAGA SADOW und LUDO KRESSH. Doch keinem von beiden gelang es, im Volk einen klaren Zuspruch zu erlangen. Es entbrannte daraufhin ein blutiger Schicksalskampf zwischen beiden Lagern, der mit aller Grausamkeit geführt wurde. Während dieser Kämpfe um die Vorherrschaft der Sith tauchten plötzlich zwei Kartographen der Alten Republik im Reich der Sith auf: die Geschwister Gav und Jori Daragon, die auf ihren Forschungsreisen sehr tief in die unbekannten Regionen vorgedrungen waren. Bevor sie wussten wie ihnen geschah, waren sie auch schon in Gefangenschaft geraten.

Kressh hielt die Forschungsreisenden für Vorboten einer Invasion, während der verschlagene Sadow in der Alten Republik ein gefundenes Ziel sah, das nur darauf wartete, erobert zu werden. Sadow nutze die Gelegenheit und organisierte die Flucht der Gefangenen, obwohl bereits das Todesurteil verhängt worden war. Unterstützt wurde er von gezüchteten Soldaten, seinen Massassi Kriegern. Es gelang Naga Sadow zudem, Gav Daragon auf die Dunkle Seite der Macht zu ziehen und befahl dessen Schwester, alleine zu fliehen – nicht ohne vorher an ihrem Raumschiff einen Peilsender angebracht zu haben.

In der Zwischenzeit sammelte Ludo Kressh seine Armee um sich und griff Sadow an, den er verdächtigte, hinter der Flucht der Gefangenen zu stecken. Doch Sadow erwartete diesen Schritt von seinem Rivalen, wehrte den Angriff erfolgreich ab und krönte sich selbst zum neuen Dunklen Lord der Sith. Daraufhin folgte er mit seiner Flotte Jori Daragons Peilsender.

Als diese aus dem Sithreich zurückkehrte und von den Entdeckungen und Geschehnissen berichtete, schenkte ihr zunächst niemand Glauben – zu abwegig erschien es selbst den Jedi, dass die Sith überlebt haben konnten. Schließlich jedoch wurde sie von der Kaiserin der Tetanischen Hauptwelt angehört, die Joris Geschichten Glauben schenkte und Coruscant alarmierte. Doch nur eine Handvoll Jedi folgten ihrem Ruf.

Der Große Hyperraumkrieg begann, als Sadows gesamte Kriegsflotte auftauchte und über die Republik herfiel. Die Sith wüteten ohne Gnade, und nicht einmal die taktische Überlegenheit Kaiserin Tetas und die Heldentaten des Jedi-Ritters Odan-Urr konnten verhindern, daß die Heere der Republik bis ins System des Roten Riesensterns Primus Goluud zurückgedrängt wurden. Als Sadow mittels einer besonderen Technik der Sith den Stern zerstörte, wandte sich sein neuer Schützling Gav Daragon, von dieser Grausamkeit erschüttert, plötzlich gegen ihn. Dieser Verrat wendete das Kriegsgeschick und ermutigte die Truppen der Republik, der Sith-Flotte entschlossen nachzustellten. Sadow war zur Flucht gezwungen und kehrte ins Reich der Sith zurück, wo Ludo Kressh ihn bereits mit einer Armee erwartete.

Als Sadow den Verräter Kressh mit vollem Zorn angriff, wurden die beiden Widersacher von der Flotte der Republik überrascht, die mitten während der Schlacht plötzlich auftauchte. Beide Sith-Verbände erlitten im folgenden Kreuzfeuer schwerste Verluste und auch Ludo Kressh kam bei den Kämpfen schließlich ums Leben. Die wenigen überlebenden Sith flohen mit Sadow in dessen beschädigtem Flaggschiff und landeten schließlich unbemerkt auf einem kaum erforschten Dschungelmond im Orbit des Gasriesen Yavin. Dort, auf Yavin IV, nutzte Sadow Sith-Technologien und dunkle Magie, um sich in einen dauerhaften Tiefschlaf zu versetzen und in einem neuen Goldenen Zeitalter wiedererweckt zu werden…

Der Schatten des Freedon Nadd
(4.400 Jahre v.SY)

Etwa 4.400 Jahre vor der Schlacht von Yavin regte sich eine dunkle Macht im Innern der Republik und leitete langsam das Ende einer Epoche jahrhundertelangen Friedens und Wohlstands ein. Gerüchte und Intrigen führten FREEDON NADD, einen ehrgeiziger Jedi-Ritter, in die Abgeschiedenheit des Yavin-Systems.

Gut sechshundert Jahre nach der Grablegung ihres alten Meisters Naga Sadow waren die Nachfahren der Massassi-Krieger dort zu wilden Kreaturen verkommen. Kurz nach der Landung auf dem vierten Planeten des Systems griffen sie Freedon Nadd ungezügelt und ohne Vorwarnung an. Doch als Nadd mit Hilfe der Macht den Angriff abwehren konnte, erinnerten sich die Massassi ihrer Vergangenheit und sie unterwarfen sich dem Jedi-Ritter voller Ehrfurcht. Sie führten Freedon Nadd in eine geheime Kammer der gewaltigen Tempelanlage, in der Naga Sadow bereits seit Jahrhunderten auf einen neuen Schüler wartete. Nun war der Zeitpunkt der Wiedererweckung des großen Lords der Sith gekommen. Sadow lehrte Nadd die Dunkle Seite der Macht und bot ihm Sith-Waffen und -Fähigkeiten, denen kein anderer Jedi-Ritter zu widerstehen vermochte. Freedon Nadds Stärke und Macht wuchsen aufgrund der neuen Fähigkeiten und er nahm schließlich den Titel des Dunklen Lords der Sith an. Kurz darauf verlies er Yavin IV, um die Entstehung eines neuen Sith-Reiches vorzubereiten. Das Schicksal von Naga Sadow, nachdem er sein Wissen an den ehemaligen Jedi-Ritter weitergegeben hatte, ist dagegen unbekannt…

Auf dem rückständigen Planeten Onderon - außerhalb der Grenzen der Alten Republik – fand Freedon Nadd ideale Voraussetzungen für seine Pläne vor. Er unterstützte die Bewohnern der, von großen Mauern umgebenen Stadt Iziz gegen die grausamen Angriffe von fliegenden Bestien aus den umliegenden Urwäldern. Die Einheimischen bestaunten die unglaublichen Kräfte Nadds mit Ehrfurcht und unterwarfen sich der Herrschaft dieses Meisters der Dunklen Seite der Macht. In den folgenden Jahrzehnten half Nadd seinen, ihm treu ergebenen Untertanen, mächtige Waffen gegen die Bestien von Außen zu entwickeln und ging mit ebensolcher Entschlossenheit und Härte gegen Aufständige im Innern vor. Diese und andere „Kriminelle” wurden auf seine Anordnung hin in die Urwälder von Onderon verbannt, wo die meisten von ihnen einen grausamen Tod fanden. Doch einige der Verbannten überlebten, schlossen sich zusammen und zähmten gemeinsam die gewaltigen Raubtiere. Damit begann ein Jahrhunderte dauernder Guerillakrieg, den auch Freedon Nadd nicht überleben sollte. Nach dessen Tod wurde sein Sarkophag zu einem Brennpunkt der Energien der Dunklen Seite und ermöglichte es seinen Nachfolgern so, ihr eigenes Volk auch weiterhin in einem Bürgerkrieg zu bekämpfen.

Als die Alte Republik ihre Grenzen ausdehnte und schließlich auch Onderon erreichte, wurde Jedi-Meister Arca Jeth die Aufsicht über das Onderon-System übertragen. Jeth sandte seine drei Schüler – die heißblütigen, doch gutherzigen Brüder Ulic und Cay Qel-Droma und den Twi'lek Tott Doneeta – nach Onderon, um diesen scheinbar einfachen Konflikt beizulegen. Im Rahmen eines Treffens mit der greisen Königin Amanoa - im geheimen Anhängerin der Lehren des Freedon Nadd - erklärte die Herrscherin von Iziz den Jedi-Schülern glaubwürdig das Dilemma ihres Volkes. Beim nächsten Angriff der Bestienreiter kämpften die Jedi dann auch auf der Seite der Verteidiger von Iziz. Dennoch gelang es den Bestienreitern, Amanoas Tochter Galia zu entführen. Die drei Jedi suchten und fanden Galia beim Kriegsherrn Oron Kira, der Galia heiraten und mit der Hochzeit die Bewohner der Stadt und der Wälder vereinen wollte. Die Jedi arrangierten ein Treffen zwischen Amanoa und ihrer Tochter, doch die Königin hatte kein Interesse an einem derartigen Pakt. Statt dessen rief sie insgeheim Freedon Nadds Macht der Dunklen Seite zur Hilfe und versammelte eine Armee, um die Bestienreiter endgültig zu vernichten. Da erkannten die Jedi das falsche Spiel der Herrscherin von Iziz, schlugen sich auf die Seite der Ausgestoßenen und riefen Meister Arca herbei. Dessen Ankunft auf Onderon wendete letztlich das Schlachtglück und die finsteren Mächte konnten aus der Stadt Iziz vertrieben werden. Die Bestienreiter und die Bewohner von Iziz standen damit am Beginn ihrer langen Reise zu Versöhnung und Frieden.
Doch die Sekte von Freedon Nadd war mächtiger als die Jedi geglaubt hatten…

Die Rebellion der Naddisten
(3.998 Jahre v.SY)

Nach dem Ende der Bestienkriege auf Onderon versuchten Jedi-Meister Arca Jeth und seine Padawane Ulic und Cay Qel-Droma sowie der Twi'lek Tott Doneeta die Quelle der Sith-Energie zu versiegen: Nadds Sarkophag und der Sarg der finsteren Herrscherin Königin Amanoa sollten auf den nahen Mond Dxun gebracht werden. Während der Überführung nach Dxun kam es jedoch zu einem überraschenden und spektakulären Angriff der Anhänger Nadds, bei dem Meister Arca mit Dunkler Magie angegriffen und die sterblichen Überreste Nadds gestohlen wurden.

Meister Arca stellte, nachdem er sich von den Folgen des Anschlags erholt hatte, tiefergehende Nachforschungen an. Hinter einem solchen Angriff musste mehr stecken, als eine Gruppe fanatischer Anhänger des Nadd-Kultes. Er entdeckte schließlich, dass König Ommin, der Ehemann von Königin Amanoa, noch am Leben war. Sein greiser Körper, bloß eine verfallene Hülle für seinen Geist, war in einer geheimen Anlage zur Lebenserhaltung verborgen. Gemeinsam mit der neuen Königin Galia und Ulic Qel-Droma suchte Arca den gefürchteten König auf. Dabei entdeckten sie, dass Ommin die wahre Quelle des Schattens der Dunklen Seite war, der den Planeten im Würgegriff hielt. Ommin, einst ein getreuer Anhänger von Nadd, hatte all seine Kräfte aufgebracht, um den Geist des Dunklen Lords der Sith zu retten. Nadds Geist, aus dem Sarkophag befreit, hatte sich mit dem König verbunden und lebte dadurch weiter. Der seelenlose König Ommin, in Wirklichkeit nur noch eine Marionette Nadds, griff Arca mit Blitzstrahlen reiner Sith-Energie an und zwang ihn in die Knie. Auch Ulic Qel-Dromas tapferer Widerstand konnte nicht verhindern, dass sein Meister vom König in eine Festung der Dunklen Seite gebracht wurde, in die auch Nadds Sarkophag transportiert worden war.Ulic war von seinem Versagen tief enttäuscht und rief in seiner Not die Galaktische Republik um Unterstützung an. Eine Allianz von Kriegsschiffen unter der Führung machtvoller Jedi-Ritter – unter ihnen Nomi Sunrider – eilte herbei, wurde bei der Ankunft jedoch in eine verbissene Schlacht verwickelt.

Währenddessen erreichten die Adligen Satal Keto und seine Cousine Aleema, Erben des inzwischen korrumpierten Kaiserin-Teta-Systems, auf einem der republikanischen Raumkreuzer das Onderon-System. Sie nannten sich selbst die Krath, ein Geheimbund der Dunklen Magie. Ihr Wissen über die Macht der Sith war zwar begrenzt, doch gefährlich genug. Sie hatten sich Artefakte der Sith, darunter ein uraltes Buch, angeeignet, die vor Jahrhunderten von dem Jedi-Gelehrten Odan-Urr nach dem Großen Hyperraumkrieg geborgen worden waren. Die Krath waren der Sith-Magie nach Onderon gefolgt und hier hofften sie einen Übersetzer für das Buch zu finden, um mehr über die Sith zu erfahren. Trotz ihrer unausgebildeten Fähigkeiten der Dunklen Seite schafften sie es, König Ommins Festung zu erreichen.

Satal und Aleema traten vor den König, der von dem Buch entzückt war. Ein Schreiber begann mit der Übersetzung, als der Geist von Freedon Nadd erschien. Nadd hatte erkannt, dass die republikanischen Truppen unter der Führung der Jedi, die Festung in Kürze angreifen und den König stürzen würden. Auch er würde das nicht verhindern können. Deshalb wandte er sich an die beiden Adligen, in seinen Augen selbstgefällige, skrupellose und machthungrige Sith-Anhänger und dadurch leicht zu beeinflussende Untergebene seiner Pläne: sie würden ihm zur Flucht verhelfen können und würden ihm die Möglichkeiten geben, auf einen geeigneten und würdigen Schüler zu warten. Nadd versprach den beiden vollmundig, ihnen den Weg in ein neues Goldenes Zeitalter der Sith zu weisen. Als die Jedi-Ritter Ommins Festung nach kurzem, aber heftigen Kampf eingenommen hatten, gab Nadd seine Kontrolle über den König auf und erlaubte es Ulic Qel-Droma so, den alten Herrscher zu töten und Meister Arca zu retten. Nadds Geist indes floh unbemerkt mit Satal und Aleema zurück ins Kaiserin-Teta-System.

Die Jedi indes fürchteten noch immer, dass einer von ihnen der Dunklen Seite verfallen könnte. Dieser Gefahr wollten sie ein für allemal einen Riegel vorschieben. Nach dem endgültigen Sieg über die Streitkräfte des Königs, wurde der Sarkophag Freedon Nadds hinter dicken Mauern aus mandalorianischem Eisen auf dem Bestienmond Dxun verschlossen…

Angriff der Krath (3.997 Jahre v.SY)

Es ist einer düstere Zeit geworden für die Republik und den Jedi-Orden. Die jüngsten Ereignisse auf Onderon hatten für Besorgnis unter den Ältesten und Weisen gesorgt und die Schatten der Dunklen Seite der Macht breiteten sich spürbar immer weiter aus.

Die neuen Sith-Schüler Satal Keto und Aleema kehrten ins Kaiserin-Teta-System zurück und, berauscht von den finsteren Lehren des Geistes von Freedon Nadd, entfesselten eine Verschwörung, die schon bald in einem brutalen Staatsstreich endete. Mit ihren neuen Sith-Kräften gingen sie und ihre Anhänger grausam gegen jeden Widerstand vor und schufen so eine neue Gewaltherrschaft: die Herrschaft der Krath. Als Doppelspitze regierten Satal Keto und Aleema das Kaiserin-Teta-System vor allem mit einer Methode: Furcht! Mit Hilfe ihrer zahlreichen Anhänger wurde Planet um Planet von den Krath gewaltsam unterjocht.

Die Nachrichten über den Umsturz im Kaiserin-Teta-System erreichten auch Onderon, wo Ulic und Cay Qel-Droma, Tott Doneeta und Nomi Sunrider gerade dabei waren, nach dem Freedon-Nadd-Aufstand Ruhe und Frieden wiederherzustellen. Meister Arca entsendete daraufhin Nomi und Ulic ins Kaiserin-Teta-System, und auch die Raumflotte der Republik verlegte mehrere Einheiten zu den sieben Welten, die von den Krath heimgesucht wurden. Kaum waren die republikanischen Streitkräfte, unter der Führung der beiden Jedi-Ritter, im Kaiserin-Teta-System eingetroffen, wurden sie auch schon von den Krath angegriffen. Es folgte ein schweres Raumgefecht, bei dem die Brücke von Ulics Flaggschiff von einem Selbstmordpiloten der Krath zerstört und der Jedi dabei schwer verletzt wurde. Nomi gelang es gerade noch ihn zu retten und die Streitkräfte der Republik neu zu formieren…

Währenddessen auf Dantooine: Jedi-Meister Vodo-Siosk Baas bildete auf der weit entfernten Welt drei Schüler aus, darunter auch den begabten Exar Kun, den aus der Sicht des Jedi Meisters ein beunruhigender Schatten umgab. Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung mit den beiden anderen Schülern, einem Catharer-Paar, bei der sich Kun von seinem Zorn lenken lies und nur durch Meister Baas gestoppt werden konnte. Doch in dem anschließenden hart geführten Lichtschwertkampf besiegte Kun seinen Meister und verließ daraufhin Dantooine. Er hoffte, auf Onderon mehr über den Großen Hyperraumkrieg und die Sith zu erfahren. Dort angekommen stellte sich Kun als Jedi-Archäologe vor und erhielt so Hilfe von Cay Qel-Droma und Tott Doneeta. Meister Arcas Gunst aber blieb Kun wegen seiner Arroganz jedoch verwehrt; Arca verweigerte ihm jegliche Unterstützung. Doch Kun gab so schnell nicht auf. Er forschte weiter und traf in Iziz auf zwei Anhänger der Dunklen Macht. Er rettete die beiden Naddisten vor einer wütenden Menge und erfuhr von ihnen von den Vorkommnissen auf Onderon. Zusammen reisten sie auf den Bestienmond Dxun und drangen in die Gruft des Freedon Nadd ein. Große Furcht übermannte Kun, als der Geist Freedon Nadds vor ihm erschien. Dieser zeigte ihm wertvolle Schriftrollen und wies ihn an, nach Korriban zu reisen, auf die Grabwelt des alten Sith-Reiches. Erfüllt von unersättlichem Macht- und Wissensdrang verließ Kun die Grabstätte und machte sich auf den Weg nach Korriban, nachdem er sich von seinen beiden Begleitern „verabschiedet” hatte.
Auf dem düsteren Planeten angekommen, erforschte Kun eine Reihe beeindruckender Katakomben. Als plötzlich ein Gewölbe einstürzte, wurde er unter Schutt und Trümmern begraben und sein Körper zermalmt. Kun flehte in seiner unerträglichen Pein um Hilfe, worauf ihm erneut Nadds Geist erschien. Nadd versprach Kun zu retten, wenn sich dieser dafür der Dunklen Seite zuwenden würde. Kuns Geist schrie voller Schmerz auf…willigte jedoch ein.

Die Wucht von Kuns Qual war so groß, dass Meister Baas sie spürte, obwohl er gerade auf seinem Weg nach Deneba war, zur Versammlung der Zehntausend Jedi-Ritter. Diese historische Zusammenkunft, die von dem großen Jedi-Bibliothekar Odan-Urr einberufen wurde um einen Weg zu finden, der Bedrohung durch die Krath Herr zu werden, versank kurz nach ihrem Beginn in heillosem Chaos, als ein ganzer Schwarm von Krath-Kriegsdroiden die Jedi angriff. Mit großem Mut und Tapferkeit schlugen die Jedi den Angriff zurück und vernichteten die Droidenarmee. Meister Arca jedoch starb in der Schlacht, als er Ulic Qel-Dromas Leben rettete. Ulic war über den Opfertod seines Meisters erschüttert, gab sich selbst die Schuld und wurde von Selbstzweifeln zerrüttet. Schließlich beschloss er in seinem Hass, gegen die Ratschläge seines Bruders und Nomi Sunriders, die Krath zu unterwandern und auszulöschen.

Auf Korriban befahl Freedon Nadd seinem neuen Schüler Exar Kun, nach Yavin IV zu reisen. Dort wurde Kun von den wilden Massassi-Kriegern gefangen genommen, wie es einst Nadd widerfuhr. Kun musste die Dunkle Seite einsetzen, um sich vor einem Tod auf dem Opferaltar zu retten. In diesem Augenblick erschien ihm Nadds Geist, der Kun erneut seinem Willen unterwerfen wollte. Doch dieser wendete sich aus persönlicher Machtgier plötzlich der Dunklen Seite zu und vernichtete Freedon Nadd für immer. Exar Kun erklärte sich daraufhin zum neuen Dunklen Lord der Sith. Die Massassi machte er zu seinen Sklaven und befahl ihnen Gebäude zu errichten, um die Energien der Dunklen Seite zu konzentrieren. Seine Macht wurde stetig größer…

to be continued...

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