Sith-Kodex

Die Sith-Lords

Ludo Kressh (5000 v. SY)

Bild von Ludo Kressh

Der Tod des größten Dunklen Lords des Sith-Reichs, Marka Ragnos, entfesselte einen erbitterten Machtkampf um die künftige Herrschaft über das Sith-Reich. Ludo Kressh beanspruchte den Titel des Sith-Lords für sich, ebenso wie sein Rivale Naga Sadow. Als zeitgleich zwei Kartographen der Alten Republik im Sith-Reich auftauchten, versuchte jeder der beiden Kontrahenten, deren Erscheinen für seine Zwecke zu nutzen. Gav & Jori Dasagon wurden als vermeintliche Spione der Alten Republik gefangen genommen. Ludo Kressh war der Meinung, sie seien Vorboten einer kommenden Invasion und das Sith-Reich sollte sich auf sich selbst konzentrieren, um im Falle eines Angriffs gewappnet zu sein. Sadow dagegen war anderer Meinung. Die Alte Republik erschien ihm zu verlockend als Ziel seiner Eroberungspläne. Als die beiden Gefangenen entkamen, lastete Sadow die Befreiung weiteren Agenten der Alten Republik an und gewann mit diesen Intrigen die Zustimmung im Volke. So erhielt er (letztlich) den heiß begehrten Titel des Sith-Lords und bekam die für eine Invasion der Alten Republik nötige Unterstützung für sich. Kressh jedoch wollte sich nicht geschlagen geben. Er sammelte ihm loyale Truppen und griff Sadow in dessen eigenem Palast an. Nach heftigen Kämpfen unterlag er schließlich Sadow und täuschte daraufhin seinen Tod vor. Sadow hingegen – geblendet von der Euphorie des vermeintlichen Sieges über seinen Rivalen – setzte seine Invasionspläne sogleich in die Tat um, unterlag aber nach erbitterten Kämpfen den Jedi der Alten Republik. Bei seiner Rückkehr ins Sith-Reich wurde er bereits von dem tot geblauten Kressh und dessen Armee erwartet. Es kam zum Kampf zwischen Ludo Kressh und Naga Sadow und der Jedi-Flotte, die Sadow auf seiner Flucht in's Sith-Reich gefolgt war. Bei dieser Schlacht starb Kressh dann wirklich.

Naga Sadow (5000 v. SY)

Bild von Naga Sadow

Der Tod des größten Dunklen Lords des Sith-Reichs, Marka Ragnos, entfesselte einen erbitterten Machtkampf um die künftige Herrschaft über das Sith-Reich. Ludo Kressh beanspruchte den Titel des Sith-Lords für sich, ebenso wie sein Rivale Naga Sadow. Als zeitgleich zwei Kartographen der Alten Republik im Sith-Reich auftauchten, versuchte jeder der beiden Kontrahenten deren Erscheinen für seine Zwecke zu nutzen. Gav und Jori Dasagon wurden als vermeintliche Spione der Alten Republik gefangen genommen. Ludo Kressh war der Meinung, sie seien Vorboten einer kommenden Invasion und das Sith-Reich sollte sich auf sich selbst konzentrieren, um im Falle eines Angriffs gewappnet zu sein. Sadow dagegen war anderer Meinung. Er hegte seit langem den Wunsch, das Reich der Sith auszuweiten und die Republik schien ihm ein verlockendes Ziel für seine Eroberungspläne zu sein. Insgeheim verhalf er den beiden Gefangenen zur Flucht, machte jedoch Agenten der Alten Republik dafür verantwortlich. Mit seinem Intrigenspiel gewann er letztlich den Titel des Sith-Lords für sich und hatte gleichzeitig einen guten Grund geliefert, die Alte Republik anzugreifen. Lediglich Ludo Kressh stand noch zwischen ihm und seinen Plänen. Dieser wollte sich aber nicht kampflos geschlagen geben und griff Sadow in dessen eigenen Palast an. Doch Sadow und seine Getreuen wehrten den Angriff erfolgreich ab und Kressh wurde augenscheinlich getötet. Sadow und seine Truppen folgten dem Kurs der beiden geflohenen Kartographen mitten ins Herz der Alten Republik. Anfangs sah es gut für die angreifenden Sith aus, doch schließlich unterlagen sie nach erbitterten Kämpfen den Jedi. Sadow floh mit den Überresten seiner Truppen zurück ins Reich der Sith. Dort erwartete ihn – zu seinem Entsetzen – der tot geglaubte Ludo Kressh mit seinen Streitkräften. Aber auch die Jedi waren ihm ins Reich der Sith gefolgt, um die Gefahr durch die Sith für alle Zeiten zu bannen. Sadow merkte schnell, dass er diesen Kampf nicht gewinnen konnte. Ohne zu zögern opferte er seine Streitkräfte und ihm gelang so in den Wirren der Schlacht an Bord seines Flaggschiffs die Flucht. Sadow wählte den relativ unbekannten Dschungelmond Yavin 4 als Exil. Er versteckte sein Schiff, seine ihm treu ergebene Massassi-Besatzung erbaute Tempel inmitten des Dschungels und Sadow nutzte die Magie der Sith, um sich in einer geheimen Kammer des zentralen Tempels am Leben zu erhalten. Marka Ragnos hatte den Sith ein Goldenes Zeitalter vorhergesagt – und Sadow war bereit, so lange wie nötig auszuharren. Er musste 600 Jahre warten, bis seine untergebenen Massassi einen geeigneten neuen Schüler in seine Kammer brachten. Freedon Nadd, ein ehemaliger Padawan des Jedi-Ordens, schien perfekt zu sein. Tief enttäuschte und zornig auf die Jedi, war Nadd begierig, alles zu lernen, was Sadow zu lehren bereit war. Und Sadow zeigte Nadd die unglaubliche Macht, die den Sith die Dunkle Seite ermöglicht. Was letztlich mit Sadow geschah, als Nadd – nun neuer Lord der Sith – Yavin 4 verließ, ist nicht sicher. Doch es ist möglich das er von seinem ehemaligen Schüler selbst getötet wurde.

Freedon Nadd (4400 v. SY)

Bild von Freedon Nadd

Der Padawan Freedon Nadd hatte seine Ausbildung im Grunde abgeschlossen, doch die Jedi ernannten ihn nicht in den Rang eines Ritters. Dies sollte seine letzte Prüfung sein. Doch Freedon Nadd verkannte dies. Würden die Jedi ihn nicht als einen der Ihren anerkennen, seien sie es nicht würdig, von ihm „Meister” genannt zu werden. Vagen Gerüchten und einer inneren Stimme folgend gelangte Nadd schließlich nach Yavin 4. Primitive, furchteinflössende Wesen – die verwilderten Nachkommen der Massassi – griffen ihn an. Doch als Nadd sie mit Hilfe der Macht zurückschlug, erinnerten sie sich an ihre Vergangenheit und führten ihn in die geheime Kammer des Tempels, in der Naga Sadow bereits jahrhundertelang auf einen neuen Schüler wartete. Nun war der langersehnte Zeitpunkt gekommen. Sadow lehrte Nadd die Dunkle Seite der Macht – und Freedon Nadd nahm den Titel des Dunklen Lords der Sith an. Er verließ Yavin 4 und wählte Onderon, einen primitiven Planeten außerhalb der Alten Republik, als neue Heimat, um unerkannt die Schaffung eines neuen Sith-Reiches vorzubereiten. Es war leicht für ihn, sich selbst zum König über die einzige, von Urwald umgebene Stadt Iziz zu krönen. Mit Hilfe seines Wissens um die Dunkle Macht und Technologie der Sith, beendete er die anhaltenden Angriffe des erratischen Mondes Dxun auf Onderon und Iziz vergrößerte sich mehr und mehr. Diejenigen, die gegen Freedon Nadd agierten, wurden wie alle anderen Kriminellen aus Iziz verbannt, wo die meisten von ihnen den im Urwald lebenden Ungetümen zum Opfer fielen. Diejenigen, die überlebten, schlossen sich zusammen und lernten mit der Zeit sogar, die fliegenden Raubbestien des Dschungels zu bändigen und für ihre Zwecke zu nutzen. Schließlich wandten sie sich gegen die Stadt Iziz. Andauernde Auseinandersetzungen zwischen Iziz und den außerhalb Lebenden waren die Folge. Als Nadd starb, wurde der Sarkophag mit dessen Leichnam zum Brennpunkt dunkler Energie, von der seine Nachkommen zehrten. Während des Freedon-Nadd-Aufstands (3998 v. SY) kehrte Freedon Nadds Geist sich schließlich von den Onderonianern ab und wandte sich Satal Keto und seiner Kusine Aleema zu, die sich zeitgleich auf Onderon befanden und nur allzu begierig auf eine Unterweisung in die Sith-Magie hofften. Nadd überzeugte sie, dass sie allein den Schlüssel zu einem neuen Goldenen Zeitalter der Sith seien. Satal und Aleema flohen aus Iziz, doch sie nahmen außer einem Sith-Amulett und einem uralten Buch über die Geheimnisse der Sith noch ein Fülle von Sith-Artefakten mit zurück in ihre Heimat, ins Teta-System. Mithilfe des Buchs konnten sie weiterhin Kontakt zu Freedon Nadd aufnehmen. Dieser lehrte Aleema und den Geheimbund der „Krath“ mehr über die Dunkle Seite. Einige Zeit später befreite Exar Kun – ein gefallener Jedi – den Geist Freedon Nadds, der Kun vollends auf den Dunklen Pfad brachte. Letztendlich aber wurde der Geist Freedon Nadds von Exar Kun vernichtet.

Ulic Qel-Droma (3999 v. SY)

Bild von Ulic Qel-Droma

Eine scheinbar einfache Aufgabe führte die drei Jedi-Schüler Tott Doneeta sowie die Brüder Cay und Ulic Qel-Droma nach Onderon. Doch schnell erkannten sie die Stadt Iziz als Zentrum starker Dunkler Energien. Mit Hilfe ihres Meisters Arca Jeth von Arkania gelang es ihnen, den Sarkophag des toten Freedon Nadd als Quelle dieser Energie zu identifizieren. Da Freedon Nadd aber immer noch viele Anhänger – die sogenannten Naddisten – in Iziz hatte, beschlossen die Jedi, den Sarkophag ebenso wie den Leichnam der verstorbenen Königin Amanoa auf dem Mond Dxun in Sicherheit zu bringen. Die Naddisten versuchten die Sarkophage in ihre Hände zu bekommen, was ihnen auch zunächst gelang. Doch letztendlich wurden sie von den Jedi (vermeintlich) bezwungen und die Sarkophage wurden nach Dxun gebracht und hinter dicken Platten mandalorianschen Stahls verschlossen. Doch an anderer Stelle flammte die Macht der Sith erneut auf. Die „Krath“, ein Geheimbund unter Führung Aleemas, wüteten im Teta-System. Sie ermordeten oder verschleppten die Regierungsmitglieder und Mitglieder der könglichen Familie und machten sich die verschiedenen Welten mit unerbitterlicher Grausamkeit gefügig. Die Jedi beobachteten die Entwicklung im Teta-System mit Sorge und berieten in einer großen Versammlung, was zu tun sei. Bei einem überraschenden Angriff durch eine Droiden-Armee der Krath wurde Meister Arca getötet. Von Schuldgefühlen, dass er seinem Meister nicht retten konnte, und Hass auf die Drahtzieher des feigen Anschlags geplagt fasste Ulic Qel-Droma den Plan, sich den Krath scheinbar anzuschließen und diese so von innen heraus zu vernichten. Weder sein Bruder Cay, noch seine ehemalige Geliebte Nomi Sunrider konnten ihn von dem Plan abbringen. Trotz des anfänglichen Misstrauens Aleemas und ihres Cousins Satal gelang es ihm, sich den Krath anzuschließen und Aleema nahm ihn sich auch als ihren Geliebten. Doch dann erschien ein weiterer Meister der Dunklen Kräfte im Teta-System: Exar Kun . Aleema spürte die Macht Exar Kuns und setzte Ulic auf ihn an. Doch der Geist von Marka Ragnos griff in den Kampf ein und machte sie zu Verbündeten im Kampf für ein neues Sith-Reich. Während Exar Kun seinen eigenen Projekten nachging, nutzte Ulic Qel-Droma seine Sith-Kräfte, um sich zum Oberbefehlshaber der Mandalorianer, einer furchterregenden kämpferischen Rasse, aufzuschwingen. Mithilfe der vereinten Kräfte der Krath-Armee, der Mandalorianer und der Sith-Trugbilder Aleemas griff er immer wieder Außenposten im Teta-System an, plünderte und mordete. Doch Ulic und seine Geliebte Aleema wollten in ihrer Gier mehr, sie wollten Coruscant. Während Exar Kun auf Yavin 4 weilte, griffen sie Coruscant an. Doch Aleema verriet Ulic; sie erklärte, Ulic sei tot und zog die Mandalorianer auf ihre Seite. Während Aleema sich mit ihren Truppen zurückzog, gelang es Cay Qel-Droma, Nomi Sunrider und Meister Vodo, Ulic aufzuhalten. Er sollte von dem Senat für seine Verbrechen verurteilt werden. Doch die Loyalität der Mandalorianer, brachte sie dazu, Exar Kun von Ulics Schicksal und Aleemas Verrat zu unterrichten. Dieser befreite daraufhin Ulic aus der Hand der Jedi. Aleema sollte für ihren Verrat bezahlen. Exar Kun erteilte ihr den Auftrag, einen Außenposten anzugreifen und übergab ihr dazu eine Waffe der alten Sith, wohl wissend, dass der Einsatz der Waffe eine Kettenreaktion auslösen würde. Aleema nutzte die Waffe: ihr eigenes Schiff und zehn Sterne der näheren Umgebung wurden mit einem Schlag ausgelöscht. Die stellare Energie der Explosion reichte bis zum Planeten Ossus, wie Kun es insgeheim geplant hatte. Die Jedi waren gezwungen, Ossus zu evakuieren und wohl oder übel einige bedeutende Dokumente und Artefakte zurück zulassen. Dies wollten sich Kun und Qel-Droma zunutze machen. Ulic Qel-Droma traf während seiner Beutezüge auf Ossus auf seinen Bruder Cay. Es kam zum Kampf und Ulic tötete Cay. Erst in diesem Augenblick wurde ihm bewusst welch schweren Irrtum er erlegen war als er den Weg zur Dunklen Seite der Macht wählte, um die Krath zu vernichten. Doch es war zu spät. Nomi Sunrider nutzte ihre Macht um ihn für immer aus dem Gefüge der Macht zu lösen. Ulic Qel-Droma wanderte ohne weitere Verbindung zur Macht durch die Galaxis, bis er auf der Eiswelt Rhen Vas sein Exil fand. Dort suchte Vima Sunrider, die Tochter seiner früheren Geliebten Nomi, Ulic Jahre später auf, um von ihm im Umgang mit der Macht unterwiesen zu werden. Obwohl er selbst keinerlei Verbindung mehr zur Macht besaß, unterrichtete er sie und fand darin schließlich seinen Frieden. Als Nomi Sunrider zusammen mit Sylvar nach Rhen Vas kam, konnte sie Ulic trotz allem letztlich vergeben. Doch da wurde Ulic vor ihren Augen hinterrücks erschossen: der Händler Haggon glaubte, durch diese Tat zum Helden zu werden.

Exar Kun (3997 v. SY)

Bild von Exar Kun

Exar Kun war einer der besten Schüler des Jedi-Meisters Vodo-Siosk Baas. Auf Dantooine wurde er mit zwei anderen Schülern zusammen, dem catharischen Liebespaar Crado & Sylvar, zum Jedi ausgebildet. Doch es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Kun und seinem Meister: das Unterrichtstempo war für Kun frustrierend, er war von seinen eigenen Fähigkeiten über alle Maßen überzeugt und immer wieder brachte ihm seine fremdenfeindliche Haltung Ärger mit seinen katzenartigen Mitschülern ein. Der Jedi-Meister erkannte, dass Kun sich zunehmend dem dunklen Pfad zuwandte. Schließlich brach Kun seine Ausbildung ab. In der Überzeugung, der Dunklen Seite überlegen zu sein, hatte Kun bereits auf Dantooine im geheimen alte Jedi-Holocrone studiert und wollte nun seine Studien – vor allem was sie Sith betraf – fortsetzen. So reiste Kun unter einem Vorwand nach Onderon, wo Meister Arca, der dort zur gleichen Zeit weilte, ihn jedoch durchschaute und abwies. In der Stadt Iziz aber fand Kun zwei Anhänger Freedon Nadds, die ihn zu dessen Grab nach Dxun brachten, wo der Sarkophag des vor langer Zeit verstorbenen Sith-Lords hinter dicken Platten mandalorianschen Stahls verschlossen war. Kun aber gelang es Nadds Geist zu befreien, brachte zwei alte Schriftrollen der Sith an sich und tötete seine Führer. Anschließend reiste Kun nach Korriban, wo die alten Sith ihre großen Anführer begraben hatten und wo Gav und Jori Daragon vor nahezu 1000 Jahren das erste mal mit Naga Sadow zusammentrafen. Kun durchforschte dort die alten Ruinen und Krypten, als Freedon Nadds Geist die baufällige Decke über Exar Kun zum Einsturz brachte. Kun wurde unter den Steinen begraben und seine Knochen zersplitterten. Nadd hatte genau dies herbeiführen wollen. Er bot Kun Heilung an, jedoch nur unter der Bedingung, dass Kun sich endlich der Dunklen Seite der Macht hingebe. Kun glaubte immer noch, der Dunklen Seite überlegen zu sein und Nadd täuschen zu können und gab das Versprechen. Sein Körper regenerierte sich und die Dunkle Energie, die ihn erfüllte, half ihm sich aus seinem Gefängnis zu befreien. Nadd sandte Kun daraufhin nach Yavin 4, um sich dort von Naga Sadow persönlich unterweisen zu lassen. Auf Yavin 4 angekommen, wurde er von den Nachkommen der Massassi attackiert. Kun besiegte sie mit Hilfe seiner Sith-Kräfte. Doch als Freedon Nadds Geist erschien und sich über Kuns Sieg erfreut zeigte, nutzte Exar Kun die Macht der Sith, um Nadd endgültig zu vernichten. Exar Kun nutzte Yavin 4 künftig als Basis für seine Machenschaften, erkundete und experimentierte mit dem alten Wissen der Sith. Er sah seine Aufgabe darin, das neu Goldene Zeitalter der Sith herbeizuführen,doch Ulic Qel-Droma schien ihm ein zu großer Rivale. Er reiste nach Cinagar ins Teta-System, um Qel-Droma zu töten. Doch als sie im Kampf aufeinander trafen, erschien ihnen der Geist Marka Ragnos, der sie zu Verbündeten im Kampf für das neue Goldene Zeitalter der Sith erklärte. Er ernannte Exar Kun zum Dunklen Lord der Sith und machte Ulic Qel-Droma zu dessen Schüler. Während Ulic sich im Teta-System zum Oberbefehlshaber der Mandalorianer erhob und eigenen Projekten nachging, reiste Exar Kun nach Ossus. Dort zog er andere willensschwache Jedi auf seine Seite und tötete den alten Jedi-Meister Odan-Urr, um an einen Sith-Holocron Sadows zu gelangen, der sich im Besitz des alten Jedi-Meisters befand. Die neuen Rekruten folgten Exar Kun nach Yavin 4, in dem Glauben, von dort aus gegen die Dunkle Seite zu kämpfen. Als Zeichen seiner Macht wollte Kun dort den Holocron zerstören und so dieses Übel vernichten. Die Zerstörung des Holocrons befreite jedoch unzählige Sith-Geister und Dämonen, die über die herumfliegenden Splitter in die Rekruten eindrangen. So wurden diese zu willenlosen Sklaven Exar Kuns. Zu dieser Zeit gelangte Mandalore, der Anführer der Mandalorianer, nach Yavin 4, um Exar Kun von Ulic Qel-Dromas Schicksal und Aleemas Verrat zu unterrichten. Kun flog nach Coruscant und drang in den Senat ein. Doch sein alter Meister Vodo stellte sich ihm in den Weg. Kun nutzte seine neue Waffe – ein Lichtschwert mit zweifacher Klinge, das erste seiner Art –, um Vodo zu töten. Zusammen mit Ulic Qel-Droma verließ er Coruscant. Aleema, die Mitbegründerin des Geheimbundes der Krath und Geliebte von Qel-Droma, sollte für ihren Verrat bezahlen. Exar Kun erteilte ihr den Auftrag, einen Außenposten anzugreifen und übergab ihr dazu eine Waffe der alten Sith, wohl wissend, dass der Einsatz der Waffe eine Kettenreaktion auslösen würde. Aleema nutzte die Waffe: ihr eigenes Schiff und zehn Sterne der näheren Umgebung wurden ausgelöscht. Die stellare Energie der Explosion rechte bis nach Ossus, wie Kun es geplant hatte. Die Jedi waren gezwungen, Ossus zu evakuieren und wohl oder übel einige bedeutende Dokumente und Artefakte zurück zulassen. Dieses Chaos wollten sich Kun und Qel-Droma zunutze machen. Doch Exar Kun konnte nur wenige Informationen retten bevor Ossus von der Welle stellarer Energie getroffen wurde. Die Jedi kämpften gegen Kuns Krieger und schlugen sie zurück. Kun floh nach Yavin 4, wo er sich eine der auf Ossus gefundenen Aufzeichnungen zunutze machte. Er nutzte uralte Sith-Magie, um die Lebenskraft der gesamten Massassi-Spezies an sich zu binden. Als die von ihm erwarteten Jedi eintrafen, nutzte Kun diese Kraft, um seinen Geist von seinem Körper zu trennen, bevor er von den Jedi vernichtet werden konnte. Das Aufeinandertreffen von Heller und Dunkler Energie ließ den Planeten in Flammen aufgehen. Doch Exar Kuns Geist überlebte im Inneren des steinernen Tempels.

Darth Bane (~ 1000 v. SY)

Bild von Darth Bane

Fast 3000 Jahre waren seit dem Sith-Krieg vergangen. Die Jedi hatten sich inzwischen von den schweren und verlustreichen Kämpfen erholt und Ordnung und Stabilität der Republik zurück gebracht, aber einige von ihnen verfielen erneut der Dunklen Seite der Macht. Um 1000 v. SY sammelten sich diese abtrünnigen Jedi unter dem Sith-Lord Kaan, um sich erneut mit dem Jedi-Orden zu messen. Doch die Sith hatten eine große Schwäche: sie waren unfähig, ihre persönliche Macht mit anderen zu teilen. Das machte sie untereinander zu Gegner. So war es den Jedi möglich, die Sith bis nach Ruusan zurückzudrängen. Auf Ruusan kam es zu erneuten Streitigkeiten: diesmal zwischen Kaan und Bane. Bane, ein gefährlicher Sith-Krieger, war die Niederlagen leid und Kaan, um Banes überlegene Kenntnisse der Dunklen Macht wissend, fürchtete daher um seine eigene Macht. Kaan vergiftete Bane, doch dieser überlebte den heimtückischen Anschlag. Bane kehrte daraufhin zu den Sith zurück und versuchte sie davon zu überzeugen, dass er eine Möglichkeit kenne, die Jedi zu besiegen. Die Sith sollten ihren Hass aufeinander aufgeben und sich als gleichberechtigt vereinen; mit gemeinsamen Kräften sollten die Jedi kein Problem darstellen. Bane lehrte die Sith, ihre Dunkle Energie zu einer tödlichen Welle der Kraft zu konzentrieren und stellte sich selbst als Zentrum für ihre vereinigten Dunklen Energien zur Verfügung. Die so entstandene Dunkle Welle fegte über Ruusan hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Doch Kaan lehnte Banes Glauben an die Gleichheit der Sith immer noch ab und als die Jedi fast besiegt schienen, brach er den Kreis, der die Welle erschuf. Kaan überzeugte die Sith, dass die Jedi nun keine Gefahr mehr darstellen würden, woraufhin diese sich von Bane abwendeten und mit Kaan erneut gegen die Jedi zogen. Doch die Sith unterlagen erneut und Kaan sammelte seine überlebenden Gefolgsleute in einem Höhlensystem Ruusans. Dort erschufen sie eine Gedankenbombe. Die Zündung der Gedankenbombe verursachte eine Welle Dunkler Energie, die nahezu alle Macht-Benutzer auf Ruusan tötete und ihre Seelen in einem riesigen, schwarzen, ovalen Behälter einschloss. Bane jedoch überlebte die Gedankenbombe und verließ Ruusan. Einige Sith, die durch die Dunkle Welle starben, deren Seelen jedoch der Gefangennahme in dem schwarzen Behälter entgehen konnten, schlossen sich Bane an und waren von nun an seine ständigen Begleiter. Einer dieser Geister war die Seele des getöteten Lord Oordis, des früheren Meisters von Bane, der ihm fortan schwere Vorwürfe machte, er habe seine Brüder im Stich gelassen. Bane machte sich auf den Weg ins Onderon-System, zum Dschungelmond Dxun. Oordis wollte es seinem ehemaligen Schüler jedoch nicht zu leicht machen und sorgte dafür, dass Banes Schiff über Dxun abstürzte und zerstört wurde. Bane überlebte den Absturz jedoch und kämpfte sich daraufhin durch den Dschungel auf der Suche nach der Grabstelle Freedon Nadds. Am Grab angekommen, führte Oordis Bane zu einem alten Holocron, welches das gesammelte Sith-Wissen enthielt, das Bane zur Weiterführung des Sith-Ordens brauchte. Als Darth Bane das Grab verließ, stürzten sich hunderte Orbalisk-Mollusken auf ihn und fraßen sich in seine Haut. Die Dunkle Macht half Bane, dies zu überleben. Und noch mehr: Die Kreaturen ernährten sich von Banes Dunkler Energie und bildeten auf seinem Körper eine fast undurchdringliche Rüstung. Nun war für Darth Bane die Zeit gekommen, den Sith-Orden neu zu gründen. Allerdings mit einer Neuerung: Ab diesem Zeitpunkt sollten nur noch zwei Sith zur gleichen Zeit existieren – ein Meister und ein Schüler. Von nun an sollten die Sith – zu Ehren Banes mit dem Titel „Darth“ versehen – im Verborgenen agieren, um erst dann zuzuschlagen, wenn die Zeit reif ist.

to be continued...

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